Romantasy
Cover: Die Stimmenschmiede

Die Stimmenschmiede

Serelle, the last voice-bringer, has to ally herself with Thal, the sound-breaker, to defeat the silence devouring her world. Between hatred and desire a dangerous truth emerges: salvation lies not in destruction but in a new song sung together. An epic romantasy adventure about love, betrayal and the power of sound.

Standalone · 30 chapters · German

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Die Stimmenschmiede

Romantasy · German original edition

Serelle is the last voice-bringer, a smith who shapes raw sound into the crystals that hold the world together. When the Mute King Umbrathos smothers the resonance of Lunder City to unleash his silent army, she has to ally herself with the man she hates most: Thal, the sound-breaker, whose magic destroys her own. Between hostile encounters and a tentative closeness in the Echo Cliffs, a truth surfaces that could cost them both their lives: the silence they fear is not death, but the birth of a new song sung by the two of them together.

But time is running out. As the city falls into a threatening stillness and the crystals begin to break, Serelle has to make a decision that changes everything. She realises that salvation does not lie in destroying the enemy, but in creating a new form of sound that does not devour souls. To reach that harmony, though, she has to drive the man she loves to the edge of the abyss.

In a world where words are power and silence is a weapon, Serelle and Thal face the ultimate test. Can they unite their opposing magics and retune the keynote of the world? Or will the last note be their grave? An epic romantasy adventure about love, betrayal and the strength of a shared song that holds you to the final page.

30
Chapters
121,193
Words
8:05 h
Reading time
  • eBookGerman original edition · release date not yet set

German only. There is no English edition of this one yet.

The book

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How the book begins — no sign-up, no detour.

Der Kristall brach nicht. Er schrie.

Serelle spürte den Riss in ihren eigenen Zähnen, bevor sie ihn im Gestein sah. Es war kein lautes Knacken, sondern ein hochfrequentes Zischen, das die Luft in der Gießhalle verdichtete, bis es schmerzte. Die Hitze war kein abstraktes Gefühl mehr, sondern ein physischer Druck, der sich über ihre Haut legte wie eine zweite Schicht aus geschmolzenem Erz. Sie stand am Rand des Ofens, wo die Glut in tiefen, rötlichen Tönen pulsierte, und spürte, wie der Wind der Schmelzhitze ihre Haare hinter den Kopf drückte. In ihren Händen lag der Kristall, ein unscheinbarer, trübfarbener Klumpen, der noch den rohen, ungesiegelten Widerstand des Materials trug. Das war ihr Werkzeug. Das war ihre Sprache.

Sie legte die Finger um den Kristall, nicht fest, aber bestimmt, und ließ ihre innere Resonanz aufsteigen. Es begann als leises Summen im Brustkorb, ein tiefes, gedämpftes Vibrieren, das durch die Knochen lief und sich in die Luft entlud. Der Kristall antwortete. Seine trübe Oberfläche begann sich zu klären, und feine Linien zeigten sich unter der Haut des Gesteins, wie Risse, die sich schließen statt zu brechen. Serelle atmete durch den Mund, ein langer, kontrollierter Ausatem, der die Frequenz stabilisierte.

Sie dachte an die Brücke über den Lunder-Fluss. Ohne diese Stützkristalle würde das Gewicht der Lastwagen die Träger verbiegen. Die Stadt würde reißen. Kein lauter Knall, sondern ein langsames, geologisches Versinken, ein Kollaps der Struktur, der alles in sich riss. Sie konnte die Formung hören. Der Ton war schwebend, leicht falsch, ein Viertelton zu niedrig. Sie korrigierte ihn, nicht mit Gewalt, sondern durch eine feine Anhebung der eigenen Stimmlage. Der Kristall summte lauter, heller, und die Hitze in ihren Händen wurde tolerabler, fast kühl, als würde die Energie aus ihrem Körper abgesaugt und in das Material gezwungen.

Serelle war der Name, den die Gildenmeister ihr gegeben hatten, aber hier, in diesem Schweiß- und Aschestampf, war sie nur die Schmiedin. Ihre Hände zitterten nicht. Zittern war ein Fehler. Zittern war Unstimmigkeit. Sie hatte gelernt, jede unregelmäßige Vibration zu dämpfen, bevor sie den Kristall erreichte. Die Arbeit war hart, aber sie war berechenbar. Metall und Klang hatten Regeln. Sie konnten geformt werden.

Plötzlich änderte sich die Luft.

Es war kein Geräusch. Es war das Fehlen eines Geräuschs. Das konstante, tiefe Brummen, das unter jeder Oberfläche der Gießhalle lag, die Resonanz der Stadt, die durch die Fundamente lief, die durch die Wände der Halle, die durch die Knochen der Arbeitenden, stoppte.

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The sample is in German, because there is no English edition of this title.